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The Source:

Julius Filla:
"Chronik der Stadt Striegau"
Striegau, 1889

The Case:

title: "Schreckliger Fall mit einem Schuster zu Striegaw".

"Anno 1591, den 20 September, schneidet ihm zur Striegaw ein Schuster morgens früh, im Hinterhause dabeij ein Gärtlrin war, ohne gegebene Uhrsache, der Kehlen 2 große Adern entzwei mit einem gewaltsam angedrückten Schustergneip und nachdem viel Blut herausgelaufen, ist er gählig gestorben. Als solches sein Weib gewahr worden und ihren Schwestern vertrauet, haben sie zu Vermeidung der daraus gefolgten Schande das Haus wohl verriegelt, daß niemand hinein gekönnt, und da gleich einige Nachbarn die Wittib zu trösten herzugelauffen, seind sie doch abgewiesen worden mit dem Vorwand, es wäre dieselbe in dem ersten Erschrecknis so überaus bestürtzt, daß sie niemanden vor siche ließe. Nachmals haben sie die Leiche durch ein besonders gedungenes Weib von Blutte wol saubern und die aufgehauene Wunde verbinden lassen daß kein Zeichen einiger Verletzung zu sehen gewesen, worauf sie selbste in den Sarg gelegt und also fort der Pfarrer zu der Wittib sie zu trösten bald erschien, weil ihm von allem Vorgefallenen nichts bewußt. - Den dritten Tag hernach, als Sonntag ist er ehrlich und mit einer Leichenpredigt begraben worden.

Was geschieht ? In sechs Wochen darauf erhebt sich ein Gemurmel in der Stadt erschrecklich, daß mans kaum glauben möcht. Jedoch weil es so sehr überhand genommen, hat man es nicht in Wind schlagen wollen, sintemal es nicht allein in der Stadt Striegau, alwo der Schuster gewohnt und Bürger gewesen, woselbst er in sein Haus gekommen, wie er im Leben war, so daß auch die Kinder Heller zu Semmel begehret, die er aber zur Mutter gewiesen, sich im Bürgerkeller im Bier gebadet und sonst viel Leute erschrecket, sondern auch auf benachbart Dörfer, allwo er die Bauern, die ihm in seinem Leben schuldig gewesen, gemahnet, so sagte mann, daß er, der Schuster, durch seine eigene Hand müsse umgekommen sein und nicht vom Schlage wäre berüht worden, wie die Seinige solches erdacht, damit sie andere betrügen könne. Endlich auf scharfes examinieren des Rathes haben die Seinigen bekannt, aber gebetenm behutsam zu verfahren, weil man nicht wissen könne, ob ihm vielleicht anders woher Gewalt geschehen oder er ihm aus Blödigkeit das Leben verkürzet habe, es auch also beim Kgl. Amt angegeben.

Als aber die Sach durch Verbot aufgezogen wurde, hat es das Gespenst also getrieben, daß es nicht beschrieben werden kann. Denn nach Sonnenuntergang bald ließ sich das Gespenst merken, daß niemand in der Stadt, der sich nicht alle Augenblick unsicher und befürchtet, bisweilen hat sichs nur um der Leute Bett sehen lassen, bisweilen ists mitten ins Bette gefallen, hat andere Schlafende seits gehangen, sie sogar ersticken wollen, daß des morgens breite blaue Flecke wie von heftigen Schlägen das Blut aus den Adern getrieben zu geschehen pflegt. Auf dieses ist solche Furcht erfolgt, daß die Leute ihre Häuser verlassen und sichere Oerter suchen mußsten. Obgleich auch viel Lichter gebrannt wurden, ist doch in dem alle Wochen das Gespenst kommen, und hat etliche mit Gewalt angegriffen.

Weil nun die Gefahr immer größer geworden, hat endlich die Obrigkeit, nachdem der Körper fast bis in den 8. Monat im Grabe gelegen, nämlich von 22 September 1591 bis 18. April 1592, mit Consens des Herrn Hauptmanns abends um 1 der ganzen Uhr das Grab eröffnen lassen im beisein des Striegischen Raths, Schöppen und der andern, deren Hilfe die Obrichkeit sich zu gebrauchen pflegt, Berufung, damit ihnen desto mehr geglaubt werde. Als nun das Grab aufgemacht, wird der Körper ganz befunden und an keinem Orte verfault, sondern voll und aufgeblasen wie eine Pauke, und stehen alle Glieder richtig und unverletzt zusammen gefügt, aber das zu verwundern, nicht wie natürlich verstorben, verstarret, sondern so man sie bewegt habe, sie sich biegen lassen. Und weil fast alle Zauberer gezeichnet zu sein pflegen, hat dieser auch in der großen Zehe des rechten Fußes eine erhöhte aufwachsende Rose gehabt. Die in der Kehlen aufgehaute Wunde war ohne eine Faulung.

Der ausgegrabene Körper ward vom 18. bis 24. April auf der Totenbahr gehalten und bei Tag und Nacht bewacht, es mocht ein Jeder hinzutreten und ihn besehen, wie denn aus benachbarten Orten etliche 1000 Personen herzu kommen.

Das herumwandelnde Gespenst triebs wie vorhin, welches sie also zu stillen verhofft, wenn der Körper in unehrlicher Ort, nämlich zum Galgen begraben würde. Diese Arzenei war auch vergebens und gleiche Tragödie fortgetrieben, ist endlich die hinterlassene Wittib zu E.E.R. gegangen anzeigend: Es sollt ihr nicht mehr zuwider sein, sie möchte mit ihrem gewesenen Ehemann nach der Schärfe des Rechts verfahren. Derohalben hat die Obrichkeit auf den 2. Mai 1592 durch den Scharfrichter den Körper aus der Erde ausgraben lassen und befunden, daß der Körper größer geworden. Ist ihm derowegen erstlich der Kopf mit einem Grabscheit abgestochen worden, darnach die Glieder, Hände und Füße, endlich nach Eröffnung des Rückens ist ihm das Herz ganz unverletzt herausgenommen worden, gleich wie aus einem geschlachteten Kalb, letzlich war der Körper auf einen hohen und großen Holzhaufen gelegt und darüber viel Unflats geworfen, und zwei Ellen hoch und ist also verbrannt worden. Damit aber nicht möchten die Asche oder Stücklein von den Beinen von Jemand Abergläubigen aufgelesen oder zum Misbrauch aufgehoben werden, sind etliche Wächter dahin geordert worden, die Niemand dahin kommen ließen. Als des morgens Holz und Körper verbrannt, ist die Asche überall aufgekehrt, mit den ausgelöschten Stücklein in Säcke gethan und ins fließende Wasser geschüttet worden.

Da solches geschehen, ist durch Gottes Schickung das Gespenst nicht mehr gesehen worden.

Horrendum et antea in auditum Exemplum.
Dises Relation ist aus dem von M. Martino Weinrich zu Breßlau in der Schul zu St. Elisabeth gewesenen Conrecto in Latein geschriebenen und gedrückten ins Deutsche übersetzten extrahiret.

Deus adjutor meus !

(Jauersche Mss. Historiae Silesaea.) Bresl. Staatsarchiv."

The Date:

The destruction of the vampire is reported to have taken place in May 1592.

The Place:

Striegau has been renamed to Strzegom and can be found in Poland, West of Wroclaw or Breslau.

Personal Comments:

There are several reasons why I have not translated the above piece. It is rather long. And I am a lazy person. It is in an old version of German, which usually is a little bit harder to properly translate than present day German and takes more time. And apart from that, in mainlines we have already seen the story. It is listed under Breslau. It would be interesting to trace the story back to its origin and see how some claim that it happened in Breslau and this version puts it under Striegau. They are 2 different places. They may not be all that far apart. But I know a lot of people who would have trouble walking the distance.

Possible Follow-Up:

Check the Breslau version of this story and its sources. And compare it to this here story and its sources. Let's see what you can make of it.

© 2012 by Rob Brautigam - NL - Last changed August 2012

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